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Das Burgenland und ich

Gestern hab ich mich als Narcos-Typ verkleidet. Abgesehen davon, dass ich nur Socken trage, sind hoffentlich alle Blogger-Klischees erfüllt.

 

Weil bei Pusztavibes natürlich in erster Linie das Burgenland Im Mittelpunkt steht und nicht ich selbst als Autor, möchte ich in diesem Artikel ein bisschen über meine Motivation für den Blog schreiben.

Vor einigen Wochen ist wieder die Rechnung meines Webhosters gekommen, an der ich bemerkt habe, dass es meinen Blog nun schon zwei Jahre lang gibt. Also erstmal: Danke an alle LeserInnen und Follower! Als ich mit dem Blog begonnen habe, keimte die Überlegung, nach 14 Jahren in Wien wieder ins Burgenland zu übersiedeln auf. Ehrlich gesagt hatten meine Freundin und ich zunächst ein bisschen Angst davor. Was, wenn uns im Burgenland die Decke auf den Kopf fällt? Einer meiner Hauptbeweggründe, den Blog zu starten war, mir selbst vor Augen zu führen, was es hier für interessante Menschen und Geschichten gibt. Wie man aus Pusztavibes hoffentlich herauslesen kann, gibt es tatsächlich sehr viele davon. Vor etwas mehr als einem Jahr vollzogen wir dann den Umzug und ich muss sagen: Alle Bedenken haben sich in Luft aufgelöst. Wir hatten das Glück, ein Haus mit einem wunderschönen, großen Garten zu beziehen und langweilig wird es uns schon alleine deshalb nicht, weil uns immer viele FreundInnen hier besuchen!

Außerdem befand ich mich zu Beginn des Blogs gerade in einer beruflichen Neuorientierung. Nachdem ich einige Zeit in der PR-Branche tätig war und erkannte, dass ich etwas anderes machen wollte entschied ich mich kurzerhand dazu, Lehrer zu werden. Wenn mir das jemand vor zehn Jahren erzählt hätte… Obwohl ich mich riesig darauf gefreut habe, zu unterrichten, hatte ich nach wie vor eine große Affinität zum Schreiben und der Fotografie. Was gibt es da Schöneres, als das Ganze ohne Deadlines und Stress nach dem eigenen Ermessen zu machen? Ich hatte einfach Lust, zu schreiben, aber gleichzeitig meinen Blog nicht auf Teufel komm raus vermarkten zu müssen. So erklärt es sich auch, dass ich keinen Facebook, sondern nur einen Instagram Account für Pusztavibes führe, den ich nicht unbedingt jeden Tag pflege. Ich liebe es zwar, mit den UserInnen zu interagieren, aber letztlich ist es das burgenländische Offline-Leben, das mich zum Bloggen inspiriert hat.

Ein Cuba-Libre in der neuen, alten Heimat.

Das Design der Seite ist übrigens auch deshalb nicht super slick und fancy, weil ich das Burgenland nicht als etwas darstellen möchte, das es nicht ist. Natürlich wird man in einer ländlichen Region keine Urbanität finden, dafür gibt es wunderschöne Landschaft, viel Sonne, traumhaften Wein und bei den Menschen eine erstaunliche Menge an Offenheit. Locations wie die Cselley-Mühle, das Festivalgelände Wiesen oder die KUGA etc. beweisen, dass wir hier auch nicht in einer kulturellen Sahel-Zone leben. Wenn man genau hinschaut, tut sich einiges.

Mein Anfangsplan für Pusztavibes war es, einen Beitrag pro Monat zu veröffentlichen. Leider musste ich mir ziemlich schnell eingesthen, dass sich das mit meinem Berufs- und Privatleben nicht immer vereinbaren lässt. Zudem ist es mir lieber, interessante Beiträge zu bringen, als Content zu posten, der mir persönlich nicht gefällt.

Gerade denke ich darüber nach, was meine bisherigen Pusztavibes-Highlights waren, aber – so klischeehaft das klingt – vom Plattenstudio über die Scherenschnitte bis hin zur Christbaumfarm hat mir alles enorm viel Spaß gemacht. Das schönste Erlebnis ist wahrscheinlich nicht thematisch einzuordnen. Es sind die Momente, in denen mich Menschen auf den Blog ansprechen, mir Mails schreiben oder die Beiträge kommentieren. So bekam ich zum Beispiel beim Artikel über das Hochhaus unglaublich viele positive Rückmeldungen und es haben sich LeserInnen untereinander unterhalten, die verschiedenste Bezüge zum Hochhaus haben. Man kann also sagen, am schönsten ist es, beim Lesen die Leut´ zusammenzubringen.

 

In diesem Sinne: Danke für die letzten zwei Jahre und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden 🙂

Reini

 

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